Historie

TCM-Historie

TC Moosburg e.V. gegründet 1954

Die Tennisbegeisterung in Moosburg reicht schon lange zurück. Einige Mitglieder des Eishockey-Vereins wollten auch in den Sommermonaten sportlich aktiv sein. Über die Jahre ist der TC Moosburg schon zweimal umgezogen. Die Mitgliederzahl liegt bei etwa 400.

1954

Geburtsstunde

Tennis wird als Vereinssport in Moosburg aus der Wiege gehoben. Im Versammlungsprotokoll des 1949 gegründeten Eissportvereins Moosburg wird die eigenständige Sparte „Tennis“ beschlossen. Tennis wird in dem aufstrebenden EVM vor allem als sommerlichen Ausgleich für die „Eishackler“ gesehen. In der oberen Neustadt wird das Eishockeyfeld für den Tennissport hergerichtet. Zum ersten Spartenleiter wird Zahnarzt Herbert Weigl gewählt.
Bereits im Sommer trat die EVM-Sparte Tennis dem Bayerischen Tennisverband bei.

Den ersten Tennisplatz in Moosburg gab es schon viele Jahre zuvor, als im August 1924 der sogenannte „Tennisklub“ an die Schützen-Gesellschaft herangetreten war, um auf der Schießstattwiese (später Bauhof der Firma Ludwig Hilz) einen Tennisplatz zu errichten. Das Ersuchen wurde genehmigt und der graue Sandplatz in den Jahren bis zum 2. Weltkrieg bespielt. Der „Tennisklub“ war damals noch kein Verein, sondern eine lockere sportliche Interessengemeinschaft um Dr. Hermann Müller und die beiden Lehrer Hiereth und Schreiner.
Die nächste Tennisanlage hatte 1941 Erich Pretorius, Landesschütze in Moosburg, geplant, dessen „Sportstadion mit angrenzenden Tennisanlagen“ (6 Plätze) auf den Schloß-Asch-Wiesen während des 2. Weltkrieges keine Umsetzungschancen hatte.
Ein ehemaliger französischer Kriegsgefangener hatte MZ-Chef Walter Beer später berichtet, dass auch im Lager Stalag VII A schon Tennis gespielt worden sei.

1955 - 1969

Die frühen Jahre
Wegen des großen Zustroms werden im Jahr 1955 zwei weitere Plätze unter tatkräftiger Hilfe aller Aktiven fertig gestellt. Zusätzlich zu den EVM-Vereinsbeiträgen werden Platzgebühren festgesetzt: Pro Stunde Erwachsene je DM 1,–, Doppel je DM 0,75 und Schüler/Jugendliche je DM 0,50.

Da 1957 das Gelände der Eis- und Sportanlagen bebaut wird, werden neue Plätze im rückwärtigen Bereich des Gasthofes DREI TANNEN (neben der heutigen Schäfflerstrasse) errichtet. Der Pachtvertrag wird mit der Brauerei Rauchenecker für 15 Jahre abschlossen.

Der Verein baut 1959 eine in München erworbene Baracke mit dem Zuschuss vom Fußball-Toto (DM 5000,–) zu einem Clubhaus aus. Zu dem vorhandenen Aufenthaltsraum und den zwei Umkleidekabinen kommen Duschen, Platzwartzimmer und Geräteräume hinzu. Im „Häusl“ und auf der angrenzenden Terrasse blüht in der Folgezeit das gesellschaftliche Leben.

Im November 1969 stimmt die Mitgliederversammlung der Auflösung des EVM (mit Sparte Tennis) zu. Gleichzeitig wird die Fusion mit dem Turnverein und der Spielvereinigung zur Sportgemeinschaft Moosburg beschlossen.
Es muss ein neues Grundstück für die Eissport- und Tennisanlage gefunden werden, denn der Pachtvertrag wird nicht verlängert – die Anlagen müssen erneut dem Wohnungsbau weichen.

1970 - 1989

Die SGM-Jahre

In der Gründungsversammlung der Sportgemeinschaft Moosburg vom 15.3.1970 wird Tennis eine von 17 Abteilungen in dem neuen Moosburger Verein. Heinrich Drechsler wird der erste Tennis-Abteilungsleiter in der SGM. Auf dem stadteigenen Gelände unterhalb des Westerberges werden für kalkulierte ca. DM 80.000—und mit 2722 Arbeitsstunden von 65 Mitgliedern sechs Spielfelder und eine Trainingswand errichtet.

1974 wird der Freundschaftssportverkehr mit dem Berliner Hermsdorfer SC aufgenommen.

Ein Jahr später wird die Anschaffung einer Tennis-Traglufthalle thematisiert, beschlossen und dann umgesetzt, so dass 1977 erstmal auch im Winter Tennis gespielt werden kann.

Wegen der ständig steigenden Mitgliederzahlen (285) wird im Jahr 1978 eine Aufnahmesperre erlassen. Die Diskussionen über die Errichtung einer Zweifeld-Tennishalle und den Verbleib der gesamten Anlage auf dem derzeitigen Gelände (auch ein Umzug in die Bonau ist im Gespräch) beginnt und zieht sich über mehrere Jahre hin und wird schließlich mit Verbleib entschieden. Bürgermeister Herbert Franz hälte eine feste Tennishalle auf dem SGM-Gelände für nicht möglich.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens wird 1979 eine weitere Sportfreundschaft mit Moosburgs französischer Partnerstadt Bry-su-Marne aufgenommen.

Die Anlage wird 1980 ausgebaut und drei zusätzliche Tennisplätze errichtet. In den Folgejahren wird Tennis die mitgliederstärkste Abeilung (über 400) der SGM. Mit der Feststellung der Schuldenfreiheit des Vereins erscheint der Bau einer festen Tennishalle als durchführbar.

Dazu reisst in der Nacht zum 23. November 1984 ein heftiger Orkan das Plastikgebilde der Traglufthalle irreparabel nieder. Eine Sturmversicherung bestand nicht. Rund 80.000.- DM und die vielen freiwilligen Arbeitsstunden sind verloren. In den kommenden Jahren müssen die Mitglieder in umliegende Hallen ausweichen.

Sportlich sorgt die Jugend für Schlagzeilen. Martin und Jürgen Hobmeier, Benno Sellmeier, Rudi und Ralf Greulein, Georg Held jun. und Walter Greulein spielen als Junioren von 1983-85 in der Bezirksliga.
Jürgen Hobmeier gewinnt 1985 und 1988 die oberbayerische Meisterschaft bei den Aktiven.

1988 stimmen die Mitglieder in einer Fragebogenaktion und auch der Stadtrat für den Bau einer festen Halle am Stadion. Der Bau von drei neuen Tennisplätzen und der Halle wird durch einen Finanzierungsplan abgesichert. Die Mitglieder tragen in den kommenden drei Jahren mit einer Umlage von jeweils 300.- DM und 25 Arbeitsstunden zum Bau bei. Weiterhin ist der Neubau nur unter der Auflage möglich, dass Tennis aus der SGM ausscheidet und das Bauvorhaben in eigener Verantwortung durchzieht. In der Herbstversammlung stimmen die Mitglieder für den SGM-Austritt und der Stadtrat stellt im Wege des Erbbaurechts eine Fläche von 1,2 ha und einen Hallenzuschuss zur Verfügung.

Am 8.2.1989 wird der TC Moosburg e.V. unter der Registernummer 150 beim Amtsgericht Moosburg als eigener Verein in das Vereinsregister eingetragen.

1989 - 1991

Bauboom

TCM Vorstand Erwin Frei und Bürgermeister Anton Neumaier machen am 24. Juni 1989 den ersten Spatenstich für die neue Tennishalle. Schon im Oktober kann in der Halle mit den Feinarbeiten begonnen werden. Der Bau von Umkleideräumen, Sanitäranlagen und Restaurant wird ab November in Angriff genommen. Offiziell kann der Hallen-Spielbetrieb am 11.11.1989 beginnen.

Im Sommer 1990 sind Umkleiden und Restaurant nach etwa 15.000 Arbeitsstunden der Mitglieder bezugsfertig. Die Wirtsleute Brigitte Goldbrunner und Karl-Heinz Reddig eröffnen die „Tennisstuben“. Eine vieldiskutierte Maßnahme, denn viele Mitglieder bedauern den Auszug aus dem legendären „Tennishäusl“.

Im Frühjahr 1991 werden auch die drei neuen Freiluftplätze fertiggestellt und bespielbar. Der TC Moosburg hat mit seinen Mitgliedern ein Mammutprojekt mit einem Kostenvolumen von ca. 2 Millionen DM gestemmt und wird die nächsten Jahrzehnte dafür zahlen müssen.

1992 - 2000

Tennisboom und Legionäre

Elfriede und Wolfhard Stengl übernehmen 1992 die Bewirtung der „Tennisstuben“ und sorgen dafür, dass sich die hervorragende Küche schnell herumspricht und das Lokal stark frequentiert ist.
Die erste Herrenmannschaft schafft trotz ungarischer Gastspieler nicht den erhofften Aufstieg in die Bezirksliga.

Im Januar 1994 beschädigt ein Winter-Orkan die Tennishalle und verursacht erhebliche Schäden in Höhe von fast 50.000.- DM.

1995 wurde eine Gruppe namens „Tennis-Hausfrauen“ ins Leben gerufen und die erste Herrenmannschaft schafft endlich den Aufstieg in die Bezirksliga.
Im Jahr des für den Sport so einschneidenden Bosman-Urteils nicht mal zur Hälfte mit Eigengewächsen.

Kein Wunder dass die Ambitionen da in den Himmel schossen und im Folgejahr mit den Gebrüdern Lindstedt (Robert und Niklas) erneut zwei Schweden verpflichtet wurden.
Das brachte zwar nicht den nächsten Aufstieg, aber mit Robert Lindstedt spielte damals ein späterer Australien-Open-Sieger im Doppel (2014) und dreimaliger Wimbledon Doppel-Finalist (2010, 2011, 2012) für den TCM.

1996 übernimmt das Wirtsehepaar Karin und Sepp Pursch die Bewirtung der „Tennisstuben“.

1998 unter dem neuen Vorstand Heinz Marschoun starten die TCM-Herren dann in der Gruppenliga die ein Jahr später zur Landesliga Süd wird. Neben ein zwei ausländischen Akteuren etabliert sich dahinter eine junge Moosburger Garde mit Dominik Zöpf, Uli Ebensperger, Peter Wawrzyniak, Dominik Hecht, Thomas Ebensberger, Philipp und Stephan Knieper.
Die drei letztgenannten sorgen bei den TCM-Knaben und -Junioren für Höhenflüge bis in die Superbezirksliga. Auch bei den in Moosburg regelmäßig durchgeführten Jugendturnieren, wie den Oberbayerischen Jugendmeisterschaften oder dem Hypo-Vereinsbank Cup (seit 1997) gelingen über einige Jahre Titel und gute Platzierungen.

Aber so erfolgreich die Herren- und Jugendteams auch sind, der Tennisboom geht zu Ende und die Mitgliederzahl sinkt. Gesellschaftliche Veranstaltungen wie der Tennis-Faschingsball sind nur noch schwach besucht.

2001 - 2005

Die fetten Jahre sind vorbei

Zum ersten Mal wird 2001 ermittelt, was die Aktion „Sonne aufs Vereinsheim“ bringt. Denn die Solaranlage heizt seit mehreren Monaten das Duschwasser.
Wegen der unkalkulierbaren Kosten wird es keine weiteren Tennis-Faschingsbälle mehr geben. Auch die finanzielle Unterstützung für die ersten Herrenmannschaft wurde vollständig eingestellt. Bauchschmerzen bereiten zudem die Kosten für den Austausch des Hallenbodens. Der TC Moosburg muss sparen.

2003 benötigt der TCM eine neue Hardware, denn der Tennisverband erhebt seine Mannschafts- und Ergebnismeldungen zukünftig über das Internet.
Und das Jugendranglistenturnier im Sommer heißt neuerdings „Tennis Cup der Sparkasse Moosburg“.
Heinz Marschoun gibt sein Amt als 1. Vorstand ab. Er stand insgesamt 21 Jahre an der Spitze der Moosburger Tennisgemeinde (10 Abteilungsleiter, 11 Vorstand). Nachfolger wird der langjährige Kassier Klaus Wegler.
Der begrüßt am 2. Oktober 2004 auch die Mitglieder in der Mehrzweckhalle zum 50. jährigen Vereinsjubiläum.

2005 steigt die junge Herrenmannschaft um Dominik Hecht und die Gebrüder Knieper aus der Bezirksliga ab und das Team bricht auseinander.
Klaus Wegler tritt aus privaten Gründen kürzer und wird 2. Vorstand.
Susi Weinhöpl wird in der Jahreshauptversammlung zum 1. Vorstand gewählt.

2006 - 2012

Die Susi-Jahre – Schuldenabbau

Ab 2006 prägen mit Vorstand Susi Weinhöpl und Finanzchefin Monika Simon zwei Frauen den TC Moosburg. Die wesentlichen Punkte sind der Schuldenabbau, der Breitensport und der Erhalt der Tennisanlage. Auch das gesellschaftliche sollte nicht zu kurz kommen, wie das „Public Viewing“ bei der Fußball-WM beweist.

Eine Renaissance erlebten 2007 die Stadtmeisterschaften. Mehr als 90 Teilnehmer an den beiden Juli-Wochenenden und Platzmangel bei der Siegerehrung hatte es lange nicht mehr gegeben. Georg „Schose“ Held gelang ein besonderes Kunststück, er gewann die Stadtmeistertitel im Herren-Einzel, Herren-Doppel und Mixed-Doppel und setzte im Herbst noch den Gewinn beim TCM-Schafkopfturnier obendrauf.

Auch 2008 sorgte der Schose (Herren 40) zusammen mit Schose-Senior (Herren 60) für ein Novum. Beide gewannen bei den Oberbayerischen Seniorenmeisterschaften in Karlsfeld in ihrer Klasse den Titel. Umso bestürzter war die Tennisgemeinde, als Georg Held sen. im Dezember verstarb.

2009 wird auf der Anlage des TC Moosburg das 1. Wochenblatt-Masters durchgeführt. Das Gauditurnier gewinnt Robert Schuster und Wochenblatt-Wirt Rüdiger Germaier überreicht TCM-Chefin Susi Weinhöpl einen Scheck über 1.000.- Euro für die Jugendarbeit.
Das ehemalige Tennishäusl, seit Jahren nur noch Ersatzkabine im Eisstadion, fällt den Bauarbeiten zum neuen Eishockey-Tempel zum Opfer und wird abgerissen.

Im Jahr 2010 wird die auf dem Dach der Tennishalle installierte Photovoltaikanlage ans Netz gebracht.

Ende 2011 verstirbt völlig überraschend die amtierende TCM-Finanzchefin Monika Simon, genannt Simone. Sie war zusammen mit Susi Weinhöpl und ihrem Nachfolger Hubert Häusl hauptverantwortlich dafür, dass unser Verein finanziell eine Zukunft hat.

2012 findet im Herbst das erste LK-Turnier auf der Anlage des TC Moosburg statt.

2013 -

Die Susi-Jahre – Neugestaltung

Zwei große Wasserschäden Anfang und Ende 2013 zeigen, dass die Anlage in die Jahre kommt. Die Vorstandschaft verfolgt in den folgenden Jahren einen strikten Sanierungs- und Verschönerungskurs:

  • 2013: Wasserrohre und Heizungskreislauf werden erneuert. Der Wirtsparkplatz wird gepflastert und eine neue Hütte für die Müll-Container gebaut. Im November werden die ersten Bäume gefällt.
  • 2014: Die Plätze 1-6 erhalten eine Beregnungsanlage.
    Die Erneuerung der Außenanlagen (entlang Platz 1 und 6) beginnt.
  • 2015: Teil 2 bei der Erneuerung der Außenanlagen (hinter Platz 1-3).
    Im Zuge des Eisstadion-Neubaues werden die Parkplätze entlang Platz 3 und 4 neu angelegt.
  • 2016: Der kleine Pavillion vor den Türen der Tennishalle wird abgebaut.
    Der Bau des neuen „Palazzo“ beginnt.
  • 2017: Der „Palazzo“ wird fertiggestellt.
    Die Erdwälle zwischen den Plätzen 7-9 werden geplättet.
    Im Restaurant werden neue „Windfang“-Türen eingebaut.
  • 2019: Im Frühjahr wird ein Kleinfeldplatze mit Schlagwand neben Platz 9 gebaut.
    Im Herbst erhält die Tennishalle eine neue Beleuchtung und der Teppichboden wird ausgetauscht.
  • 2022: Die komplette Heizungsanlage wird erneuert.

Trotz der Ausgaben für die Bau- und Verschönerungsmaßnahmen ist der Verein seit 2019 praktisch schuldenfrei.

Die beiden Vergnügungswarte Woife Fuchs und Martin Hobmeier jun. beleben seit 2013 die Tradition des Montagsgrillen wieder.
Die beiden sind 2014 auch federführend an der Organisation des Galaball zum 60-jährigen TCM-Jubiläum in der Moosburger Schäfflerhalle beteiligt und dafür verantwortlich, dass das Projekt „Palazzo“ überhaupt erdacht und umgesetzt wurde.

2016 endet eine Ära beim TC Moosburg. Das Wirtsehepaar Karin und Sepp Pursch verlässt im August nach 20 Jahren die „Tennisstuben“.
Längere Pächtersuchen mit zwei Flops bei der Bewirtung folgen, ehe im Juli 2019 die Familie Bruckner das Restaurant übernimmt und in „Westerberg Stub’n Bruckner“ umbenennt.

Sportliche Erfolge gibt es in den 2010’er-Jahren vorwiegend im Seniorenbereich zu vermelden. Martin Hobmeier jun. sammelt einige oberbayerische Meistertitel (Herren 50, Herren 55). Einige Seniorenteams spielen in der Superbezirks- oder sogar Landesliga.